Kleintierpraxis Dr. Gabriele Walb

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Die Golddrahtimplantation – eine kurze Einführung

Viele unserer Patienten leiden unter chronischen Gelenkschmerzen, die die unterschiedlichsten Ursachen haben können. Schmerztherapie oder chirurgische Eingriffe führen nicht immer zu befriedigenden Erfolgen. Die Golddrahtimplantation ist ein Verfahren, das das Ziel hat, dauerhafte und schonende Schmerzlinderung für den Patienten herbeizuführen.

Aus diesem Grund hat sich Frau Dr. Walb in der Methode der Golddrahtimplantation nach der Wiener Schule fortgebildet und bietet seit 2008 dieses Verfahren zur Behandlung chronischer Schmerzen für Hunde und Katzen an. Mögliche Indikationen sind: die Hüftgelenksdysplasie, Ellbogendysplasie, Rückenschmerzen, die durch Arthrosen der kleinen Wirbelgelenke hervorgerufen werden und Arthrosen der Zehengrundgelenke.

Der eigentlichen Golddrahtimplantation geht eine umfassende Diagnostik des gesamten Bewegungsapparates voraus. Trigger- bzw. Schmerzpunkte werden erfasst, das Gangbild analysiert, Gelenkfunktionsprüfungen durchgeführt und Röntgenbilder erstellt.

Aufgrund der bei diesen Untersuchungen erhobenen Befunde werden die Punkte für die Implantation ausgewählt, d.h. jedes Tier wird individuell behandelt und implantiert. Im Unterschied zu vielen anderen chirurgischen Verfahren behandelt die Golddrahtimplantation nicht nur ein einzelnes Gelenk, sondern den gesamten Bewegungsapparat, mit dem Ziel der Harmonisierung des Bewegungsablaufes und der dauerhaften Schmerzlinderung.

Der eigentliche Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt. Mit Hilfe einer Hohlnadel werden 2-3 mm lange, sterile Golddrahtstücke (24 karätiges Gold) an definierte Punkte gesetzt. 24-karätiges Gold wird vom Körper nicht als fremd erkannt, es ist biologisch inert, und daher verbleiben die Golddrahtstücke an ihrer gewünschten Stelle und wandern nicht.

Der Eingriff ist für das Tier minimal invasiv und bereitet dem Patienten keine zusätzlichen Schmerzen.