Kleintierpraxis Dr. Gabriele Walb

DEUTSCH ENGLISH

Akupunktur – was ist das?

Akupunktur ist Teil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), die alles Leben und Geschehen als stetiges Auseinandersetzen der Pole „Yin“ und „Yang“ sieht.

Laut TCM zeichnet sich jedes Tier durch seine eigene seelische und körperliche Verfassung aus, die einem permanenten Wandel unterliegt. Dadurch ist jedes kranke Tier ein Individuum, das wiederum individuell behandelt werden muss.

In unserer Praxis wird Akupunktur bei der orthopädischen Schmerztherapie eigesetzt, also bei allen Hunden, die unter Knochen- oder Gelenkschmerzen leiden. Die Akupunktur wird häufig mit Schmerzmitteln und weiteren Maßnahmen wie Physiotherapie und Ernähungsumstellung kombiniert, um maximalen Erfolg zu erreichen und die Lebensqualität Ihres Tieres zu steigern.

Der Therapieerfolg stellt sich meist nach drei bis zwölf Akupunktur-Sitzungen ein. Wir beurteilen den Erfolg mit Ihnen gemeinsam anhand objektiver Kriterien. Akupunktur ist praktisch schmerz- und nebenwirkungsfrei.

Wie funktioniert das?

TCM erklärt:
Die Akupunkturnadeln reizen spezifische Punkte in der Haut und Muskulatur des Tieres. Diese Punkte liegen auf den sogenannten Meridianen, die ein Energie-Netzwerk im Körper bilden. Die Lebensenergie „Qi“ wird im stetigen Fluss gehalten.
Und mehr schulmedizinisch erklärt geht es so:
Die Akupunkturnadeln lösen Reize aus. Über das Nervensystem im Gewebe der Tiere kommt es zur Ausschüttung verschiedener körpereigener Stoffe (Botenstoffe). Der Körper reagiert indem er seine Selbstheilungskräfte aktiviert. Der Körper wird also darauf aufmerksam gemacht, dass hier etwas zu ‚reparieren’ ist.

Die Akupunktur kann beruhigend und entspannend wirken. Die Tiere sind daher manchmal müde, eine anschließende Ruhepause ist ratsam.